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Feline Wesen - Katzenmenschen

Um es gleich vorweg zu nehmen, ja, ich bin ein felines Wesen. Ich bin wie eine Katze, mit allen positiven und negativen Seiten. Und meine Katze (so eine mit vier Pfoten) ist der Meinung ist sei ihr Eigentum.Ich hatte eine Unterhaltung mit einem sehr lieben Freund über diese besondere Art von Mensch. Und dabei ist mir bewusst geworden, wie verstörend wir manchmal auf andere wirken.Eine Katze sucht sich ihren Dosenöffner immer selber aus, wickelt ihn um den kleinen Finger, verführt in mit ihrem Schnurren und wenn Du ihr erlegen bist, dann ignoriert sie Dich und benutzt Dich und manchmal darfst Du dann das Bett mit ihr teilen.Feline Wesen sind wie Katzen,

sie sind schmusig – wenn ihnen gerade danach ist

sie lieben Dich bedingungslos, wenn es ihnen gerade in den Kram passt

sie wollen geliebt werden – so wie sie sind

sie lassen sich kraulen – aber nur so wie sie es gerne mögen

sie essen Dir aus der Hand – wenn das Futter nach ihrem Geschmack ist

sie bleiben für immer bei Dir – wenn sie Dich für würdig erachten

Ja, wir sind nicht einfach. Wir kuscheln uns an und sagen „Ich gehöre Dir – aber nimm mir nicht meine Freiheit“. Wir brauchen die Freiheit, mit anderen Menschen, ohne den Partner, weg zu gehen – dafür ist das nach Hause kommen um so schöner. Manchmal brauchen wir auch die Freiheit mit anderen Personen Sex / BDSM zu haben. Wir lieben unseren Partner dadurch aber nur noch viel mehr.Wir kommen und wir gehen, so wie es uns passt. Wir sind wie Katzen. Entweder man kommt damit zurecht und liebt uns, so wie wir sind, oder man hält sich von uns fern. Wir haben uns das nicht ausgesucht. Wir sind einfach so. I’m not bad, I’m just born that way!

Selbstzweifel

Jetzt habe ich jahrelang eine Femdom-Beziehung und toppe eigentlich nur den einen Menschen über einen längeren Zeitraum. Da mein sub nichts mit Schmerzen anfangen kann, ist dieses toppen auch auf bestimmte Bereiche begrenzt. Um meinen Sadismus auszuleben spiele ich von Zeit zu Zeit mit anderen Menschen. Aber es ist halt nur ein zeitlich begrenztes Spiel, meist nur auf ein paar Stunden angelegt.  So etwas kann zwar intensiv sein, aber meist nicht wirklich tief. Es hat einen klar definierten Anfang und ein klares Ende. Man spricht ab, was der Andere mag und was nicht und kann sich dann darauf einlassen. Mir machen diese Spiele Spaß und ich weiß, dass mein Gegenüber es genießt. Das Vertrauen, dass mir diese Menschen entgegenbringen ehrt mich. Solche Spiele scheinen bei mir immer zu gehen.

Aber wie ist das in meiner festen Beziehung zu meinem Ehe-sub? Da ist das anders. In den Jahren ist die Leichtigkeit verloren gegangen.  Warum? Wenn aus einem Spiel mehr wird, dann fängt man an darüber nach zu denken. Wie der Andere tickt, was ihn bewegt, was er eigentlich will und wie er es will. Man macht sich Gedanken, ob man selber alles richtig macht. Man fängt an darüber zu reden. Und dann kommen Sätze wie: „An deiner Stelle hätte ich ja noch Dieses und Jenes gemacht. Du bist immer viel zu nett.“ Manchmal kann so ein Satz helfen. Aber wenn er fast jedes mal kommt, selbst wenn man selber das Gefühl hat das alles super gelaufen ist und es für einen selber sehr sehr schön war, dann kann so ein Satz auch viel zerstören. Er weckt auf Dauer Selbstzweifel. Man fängt an sich zu fragen, ob dieses Mal alles richtig gelaufen ist, ob der Andere dieses Mal zufrieden ist.

Wenn die Selbstzweifel zu groß werden, dann hat man auch keine Lust mehr irgendwas zu machen. Es ist ja eh immer etwas falsch. Warum also erst noch etwas machen, was dann eventuell die Selbstzweifel mehrt und damit auch die Unzufriedenheit erhöht. Da sind doch gelegentliche Spiele mit anderen Menschen unverbindlicher, einfacher und auch manchmal befriedigender. Ist das wirklich so? Im ersten Moment scheint das so zu sein. Unverbindlich sind diese Spiele. Einfacher sind sie meistens auch. Aber befriedigender? Auf Dauer fehlt mir die Tiefe in diesen Spielen, sie befriedigen nur oberflächlich. Aber sie zeigen mir immer wieder, dass ich doch auf mein Gegenüber eingehen kann.

Liegt es vielleicht daran, dass ich weniger Verantwortung übernehmen muss? Weill jeder nach so einem Spiel seiner eigenen Wege geht? Warum ist es soviel einfache mit jemandem zu spielen, den man so viel weniger kennt, als den eigenen sub? Liegt es daran, dass die Ansprüche nicht so hoch sind?

Ich bin Wunscherfüller-Top. Und wenn ich die Bedürfnisse und Wünsche des Anderen nicht kenne, dann fällt es mir schwer mit meinem Gegenüber zu spielen.

Seit einiger Zeit habe ich einen Partner mit dem ich die Dinge ausleben kann, die ich bisher mit meinem sub nicht ausleben konnte. Hier kann ich auch die Seiten wechseln. Ich habe erlebt, wie wundervoll es sein kann, sich einfach fallen zu lassen, den Anderen mach zu lassen und nicht dauernd darüber nachdenken zu müssen, ob es jetzt richtig oder falsch ist, was man da gerade tut. Ich liebe diese Momente. Am Anfang war es selten genug für mich und ich habe das auch kommuniziert. Ich frage mich manchmal ob ich nicht zuviel von meinem Partner verlange, ob ich ihn nicht mit meinen Bedürfnissen überfordere. Doch inzwischen habe ich festgestellt, dass es immer genau richtig ist. Ich möchte abgeben, ich möchte loslassen und dann liegt es an ihm, was er macht.

Dann gibt es diese Momente, wenn er mich mit diesem sehnsuchtsvollen Blick anschaut, in dem ich genau erkenne, das sein Wunsch nach Unterwerfung wieder da ist. Dieser vorsichtige Blick, der abschätzt, ob ich bereit bin. Dieser Blick, der mich auf der einen Seite berührt und triggert, auf der anderen Seite Angst macht, mal wieder die Bedürfnisse des Andere nicht befriedigen zu können. Mein inneres Bedürfnis ihn zu toppen ist dann so groß und will  los stürmen, jedoch kommen dann meine Selbstzweifel. Selbstzweifel die eigentlich so unbegründet sind, und doch so tief sitzen. Sie hemme mich, machen mich handlungsunfähig und ärgern mich. Und natürlich läuft dann nichts, wie man es gerne hätte und die Selbstzweifel fühlen sich mal wieder bestätigt.

Lebst Du schon oder planst Du noch?

Ich habe heute zwei sehr passende Zitate gelesen, der erste ist angeblich von John Lennon „Leben ist das, was passiert, während wir andere Pläne schmieden“ und der andere stammt von Thornton Wilder „Ich würde Ihnen raten, nicht nach dem Warum und Woher zu fragen, sondern Ihr Eis zu essen, ehe es schmilzt.“

Um was geht es eigentlich? Lebensziele! Jeder Mensch hat ein Lebensziel. Oder zumindest viele von uns haben eins. Sie streben danach dieses Ziel zu erreichen. Der Weg dort hin ist ihnen nicht sonderlich wichtig. Genau diese Zeit, die die Verfolgung des Zieles braucht, geht einem meines Erachtens nach verloren. Durch das Streben nach dem Ziel, verliert man das Jetzt aus den Augen. Es ist ein wenig wie beim Motorrad fahren. Dort fragt man sich auch gerne, ist der Weg das Ziel, oder ist das Ziel der Weg?

Ich halte ein Lebensziel genauso für wichtig, wie die meisten anderen Menschen. Aber ich finde, dass der Weg dahin genauso das Ziel sein sollte. Ein Ziel um jeden Preis zu erreichen, dabei vielleicht die Familie vor den Kopf zu stoßen, Freunde zu verlieren, Lebensfreude einzubüssen, das sollte nicht sein. Denn am Ende zählt doch nur wie wir gelebt haben, ob wir glücklich dabei waren und das wir nichts bereuen. Wir können nichts mitnehmen, außer uns selbst.

Manchmal kann ein einziger Moment, ein einziges Wort glücklicher machen, als alles was man mit Geld erwerben kann.

Mich erreichte heute ein Mail von einer Freundin, bei deren lesen mir erstmal eine Gänsehaut den Rücken runter lief. Sie ist eine Frau, die gerne lebt, die eine tolle Familie hat und die Ziele hat. Mit ihrer zweiten Tochter kam viel Veränderung und vermutlich wurden dabei auch einige der bisherigen Ziele einfach über den Haufe geworfen. Ihre Tochter hat einen Gendefekt. Und auf einmal wird wieder jeder einzelne Moment wichtig. Aber am tollsten finde ich Ihren Mut.

Leben ist was Schönes.

Wenn der sub/Mann zum Fußballmanager mutiert

Bisher dachte ich immer, dass ich meinen Mann kenne. Er schaut, sehr zu meinem Wohlwollen, sehr selten Fußball. Genau genommen schaut er eigentlich gar keine Sportsendungen. Dann kam die EM 2008. Wie meistens, musste ich in der Zeit viel arbeiten und bekam von den ganzen Spielen eigentlich nichts mit, was mir auch nichts sonderlich ausmachte. Allerdings bekam ich mit, dass meinen Mann auf einmal ein gesteigertes Interesse an Fußball an den Tag legte. Gut, so eine EM ist ja auch nicht alle Tage. Das Spiel Deutschland – Türkei weckte dann jedoch auch mein Interesse. Immerhin lebe ich in Köln und habe viele türkische Freunde. Somit habe ich es mir zusammen mit meinem Mann auf der Couch gemütlich gemacht. Ich schaute dem Spiel ruhig zu, ließ meine Gedanken etwas abschweifen und fand, dass die Türken eindeutig die hübscheren Spieler hatten. Und sie spielten besser. Mein Mann war dann jedoch eine Überraschung. Auf einmal fängt er an ärgerlich über die Spielweise der Deutschen zu schimpfen und versucht ihnen (jaja, wir wohnen immer noch in Köln und nicht in Basel) zu erklären wie sie spielen sollen. Nicht nur die Worte auch die Lautstärke und Leidenschaft haben mich sehr verwundert. Auf einmal hatte ich nicht mehr einen lieben und ruhigen Mann und sub dort sitzen, sondern ein Fußball verrückten Besserwisser. Zeitweise kam mir der Gedanke mir meine Ruhe zurück zu holen und dass Spiel zu genießen, indem ich ihm einen Knebel verpasse. Leider ließen mir die Türken jedoch keine Zeit mal auf zu stehen und einen Knebel zu holen. Also musste ich die spannenden Szenen mit lauten Kommentaren meines Gatten ertragen. Was habe ich daraus gelernt? Nächstes mal Knebel vorher besorgen.

Begehren

Begehrt man nur Dinge und Menschen, die man nicht haben kann, bzw. die man nicht permanent haben kann? Hört das Begehren auf, wenn man sich seines Partners sicher ist?

Am Anfang einer Beziehung kann man nie genug von einander bekommen, man hat noch die rosarote Brille auf und man begehrt den Anderen. Man selbst fühlt sich ebenfalls durch den Anderen begehrt.

Aber warum fühlt man sich begehrt?

Wenn mein Partner mir leise, mit viel Gefühl in der Stimme am Telefon sagt „Ich vermisse Dich“ dann macht das ein wohliges Gefühl in mir drin, manchmal bekomme ich auch Gänsehaut. Es ist die Sehnsucht dem anderen nah zu sein. Es ist das Interesse am Gegenüber, heraus zu finden wie er tickt, was er denkt, was er fühlt. Es ist das Erkunden, sich vertraut machen.

Aber irgendwann meint man den anderen zu kennen. Man versucht nicht den anderen weiter zu ergründen. Einiges nimmt man inzwischen auch einfach hin. Der Schwerpunkt wird von der Person des Partners auf die Lebensgestaltung mit dem Partner umgestellt.

Man sieht den anderen mit der Zeit mit anderen Augen. Die rosarote Brille ist inzwischen der Realität gewichen und man ist sich selbst nicht mehr genug. Es müssen mehr Reize von Außen kommen.

Hat Begehren also etwas mit Distanz zu tun? Geht deshalb in vielen Beziehungen etwas verloren?

Ich denke, dass es für eine Beziehung wichtig ist, selber das Gefühl zu haben, dass der Partner einen begehrt. Aber wie erhält man das aufrecht? Müssten dann nicht Fernbeziehungen das Ideal sein? Man freut sich auf das Wiedersehen und bei jedem Aufeinandertreffen entdeckt man wieder etwas neues.

Begehrt man das „Verhüllte“? Ist es vielleicht sinnvoll nicht alles von sich preiszugeben? Zuviel Nacktheit ist auch nicht immer angebracht. Ein hübsch verpackter Körper und eine leicht in Schleiern gehüllte Seele wirken doch immer wieder reizvoll auf uns.

Für mich bedeutet Begehren „ich will Dich haben“. Wenn man jedoch schon eine Weile zusammen ist dann wandelt sich das Begehren. Es wird zum Beispiel dadurch ersetzt, dass man Freude auf einander empfindet. Man genießt die Zeit die man miteinander verbringt.

Wie kann man aber die Begierde aufrechterhalten? Oder wie kann man die Lust aufeinander wieder erwecken? Man muss sich Hilfen bauen, evt. in einem verplanten Alltag Termin für einander einplanen.

Aber ist es wirklich schlimm, dass die Begierde sich verändert? Können wir uns nicht einfach darauf einstellen und versuchen damit zu leben, damit umzugehen?

Die Liebe und die Männer

Ich liebe zwei Männer. Und dies ist nicht das erste Mal. Vielleicht ist es aber das erste Mal, dass es eine Chance auf Dauerhaftigkeit hat. Es ist nicht schwer mehr als einen Menschen zu lieben, aber es ist schwer Niemanden zu kurz kommen zu lassen. Noch schwieriger wird es, wenn wie bei uns noch eine vierte Person im Spiel ist und die meisten Beteiligten auch sonst nicht monogam sind.

Auf einmal gibt es nicht mehr genug Tage in der Woche und auch nicht genug Wochenenden im Monat. Die Zeit scheint manchmal zu schleichen und dann wieder viel zu schnell zu vergehen. Natürlich immer zum falschen Moment. So wie das immer im Leben ist.

Nein, Polybeziehungen sind nicht einfach. Ich versuche für jeden Zeit zu haben. Wir habe das große Glück, dass bisher keiner eifersüchtig ist auf den Anderen.

Wie können Polybeziehungen auf Dauer funktionieren? Vor dieser Frage stehe ich gerade jetzt. Zum einen bedeutet es für mich, dass es keine Geheimnisse geben darf. Es müssen Absprachen getroffen werden, an die sich auch gehalten wird.

Ich würde gerne zwei gleichwertige und gleichberechtigte Beziehungen führen. So offen wie bisher. Ich stelle keinen Anspruch daran eine 1.-Frau zu sein, oder Primärweibchen. Ich möchte lediglich, in dem Moment, wo ich mit jemanden zusammen bin, sein Mittelpunkt sein. Dann möchte ich seine ganze Aufmerksamkeit haben. Dies gilt auch, wenn ich mit jemanden spiele, mit dem ich sonst keine feste Beziehung habe.

Natürlich wirkt eine Ehe in erster Linie immer so, als wenn dies die Primärbeziehung ist. Vielleicht ist dies auch so. Es gibt Sicherheit, es gibt Rückhalt, aber man sollte sich darauf nicht ausruhen. Es ist genauso nur eine Beziehung, wie es jede andere auch ist.

Bisher sind meine Polybeziehungen daran gescheitert, dass der zweite Mann in meinem Leben, Angst davor hatte, dass er meine Ehe kaputt machen würde. Aber man kann nichts kaputt machen, wenn solch eine Beziehung auf einer soliden Basis steht. In jeder Beziehung gibt es mal ein Rauf und ein Runter und dann wieder ein dahingleiten. Jede Beziehung bedeutet viel Arbeit. Man muss sich immer wieder mit den Bedürfnissen des anderen auseinander setzen und seine eigenen kommunizieren.

Eigentlich liebe ich sogar drei Männer. Jedoch verbindet mich mit dem Dritten eine Beziehung der besonderen Art, die mit Standardbeziehungen so gar nichts zu tun hat. Möge dies noch ganz lange so bleiben.

Sind Polybeziehungen lebbar? Ich denke, ja, dass sind sie. Es bedeut mehr Beziehungsarbeit. Aber ich finde, dass sich das auf jeden Fall lohnt, für alle Beteiligten.

Vielleicht ist es nur eine Phase in meinem Leben, in dem ich mein Leben in vollen Zügen genieße, meine Veranlagung auslebe. Wer weiß, wie es aussieht, wenn wir alt sind, wenn man sich an wirklich alle Normen angepasst hat.

Noch ist die Norm, dass man als Frau nur zu einem Mann gehört, zu mindestens ganz offiziell. Ich mag Normen nicht und ich möchte mein Leben so leben, wie ich es mag. Ich möchte ganz offen meine Polybeziehungen führen, ohne dafür verurteilt zu werden.

Boutique Bizarre

Trotzdem das ich in Köln lebe, bin ich häufig in Hamburg. Und wenn man als BDSMer in Hamburg ist geht man auch schon mal auf die Reeperbahn und machte einen kleinen Bummel. Meist gehe ich dann gemütlich in die Boutique Bizarre und schau mir an was es so Neues an Spielzeug und Klamotten gibt. Mein Hauptanliegen liegt jedoch fast immer auf den Korsetts.

Dieses Wochenende war ich mal wieder dort. Mein Begleiter und ich waren ganz normal angezogen, so dass wir nicht unbedingt auf den ersten Blick als Perverse zu erkennen waren. Für einen Samstag war es relativ leer dort um nicht zu sagen fast ausgestorben. Somit konnte ich in aller Ruhe die neusten Masken bewundern und freute mich schon auf die Korsagen, insbesondere da ich seit einiger Zeit nach einer Neuen suche. Zu unserem Erstaunen war die Abteilung dazu abgesperrt. Etwas verwundert fragten wir die Verkäuferin da nach. Als Antwort bekamen wir dann zu hören, dass sie die Abteilung geschlossen hätte und auch nicht bereit wäre sie zu öffnen, weil ja soviel kämen und nur gucken und anfassen würden, aber nichts kaufen wollen. Außerdem würden die Leute immer alles schmutzig machen. Und sie hätte entschlossen, dass sie jetzt nicht auf macht.

Ah ja. Wir waren also nicht gut genug für die Abteilung Korsetts und Kleider. Liebe Verkäuferin, wenn Du meine Angestellte wärst, wäre das der letzte Tag für dich gewesen. Geschäftsschädigender geht es ja wohl noch kaum. An alle die dort einkaufen wollen: vergesst es einfach. Warum soll man sich als Käufer von so einer dummen Person herablassen behandeln lassen, nur weil man nicht gerade im Fetischoutfit dort aufläuft?

Kölner Taxifahrer

Mein Tag war etwas hektisch, da ich mal wieder am Vortag nicht mit allem fertig geworden bin, somit hatte ich noch nicht meinen Koffer für das verlängerte Wochenende gepackt und die Daten von dem einem Laptop noch nicht auf das andere transferiert. Meine Kunden wollten auch noch betüdelt werden. Und zu allem übel bin ich mal wieder morgens nicht aus den Puschen gekommen.

 

Also habe ich das Kofferpacken wieder verschoben und bin zum Kunden gefahren. Kurz vor 14 Uhr war ich wieder zu Hause und mir war dann auch klar, dass ich den Zug um 14:11 auf gar keinen Fall mehr schaffe. Also Koffer packen, Taxi anrufen und … ja und böse Überraschung: nächstes freies Taxi erst in 25 Minuten. Ja, wo sind wir den? Irgendwo auf dem Land oder in Köln? Ne ist schon klar. Also nächstes Taxiunternehmen angerufen, kein Problem der Wagen ist in 15 Minuten da. Da man unser Haus nicht so einfach findet, habe ich dann auch noch mal erklärt wie man dahin kommt. 15 Minuten später stehe ich abfahrt bereit und dem Gefühl alles wichtige vergessen zu haben an der Tür. Kein Taxi. Also Koffer nehmen und schon mal zur nächsten Straße. Da sehe ich auch schon das Taxi, dass eindeutig den Weg nicht findet. Wie blöd ist der Typ eigentlich und wofür habe ich denen eine Wegbeschreibung gegeben?

 

Irgendwie ist der Fahrer ein komischer Typ. Erst als wir zur nächsten Straße kommen setzt er eine Brille auf. Äh, wie jetzt, der braucht eine Brille zum fahren und setzt die nicht schon am Anfang der Fahrt auf, ne, ist klar. Um die Kurve fahren scheint auch nicht sein Ding zu sein. OK, kann ich noch mit Leben. Bei uns ist rechts vor links und ich sitze rechts. Der nette Onkel am Steuer scheint weder an dem einem noch an dem anderen interessiert zu sein und nimmt dem Auto von rechts mal eben die Vorfahrt. Mein Puls geht etwas schneller. Dann scheint er der Meinung zu sein, dass die Mitte der Fahrbahn doch besser sei als die rechte Seite. Ich teile diese Meinung nicht, insbesondere da ich den entgegenkommenden Bus für wesentlich stärker halte. Rechtzeitig manövriert meine Fahrer den Wagen wieder auf die rechte Seite. Mein Blutdruck steigt ganz allmählich. Die weitere Fahrt zum Bahnhof gestaltet sich ganz ähnlich, permanent fährt er in der Mitte oder Schlangenlinie, und das Tempo kann er auch nicht halten. Auf der Halben Strecke zum Bahnhof ist mir dann schlecht und mein Blutdruck hat für meine Verhältnisse Rekordhöhe erreicht. Ich versuche nicht aggressiv zu werden und schaue statt dessen zum Fenster raus, neben bei merke ich mir die Taxi-Nr. Das er fast in ein Auto reingefahren und ein anderes angefahren hätte versuche ich zu ignorieren.

 

Trotz alle dem haben wir es dann noch pünktlich zum Bahnhof geschafft. Ich kann es kaum glauben. Allerdings ist mir noch 15 Minuten später richtig schlecht.

 

An dieser Stelle möchte ich mich mal bei all den anderen Kölner Taxifahrern bedanken, bei denen ich mich trotz überhöhter Geschwindigkeit immer sicher gefühlt habe.

Sind wir nicht alle ein bisschen anders?

Neulich war ich mal wieder auf einer der bekannten Plattformen für Geschäftskontakte unterwegs und habe mir mal das eine oder andere Profil von den Kontakten meiner Kontakte angesehen. Keins davon war jedoch so interessant, dass ich es mir gemerkt hätte. Ich war halt einfach mal ein bisschen neugierig. Dann schrieb mich doch gestern ein Typ an, ob ich neugierig sei. Häh, was will der von mir? War mal so meine erste Reaktion. Zweite Reaktion war, dass ich nachgesehen habe, ob ich zufällig auf seinem Profil war. Und siehe da, es war so.

Da ich eh nichts anderes zu tun hatte, habe ich mich mal auf einen Nachrichtenaustausch eingelassen. Männer können ja schon seltsam sein, insbesondere wenn sie anscheinend Single sind. Sie galoppieren auf eine Frau zu, wie ein Reiter auf ein Hindernis, mit vollem Schwung und ohne Rücksicht auf Verluste. Er kam schon ziemlich schnell zu den Fragen, was ich den so mache, und was ich so anziehe. Ahja, was ich anziehe. Was ist das denn für eine Frage, für einen Stino und Geschäftskontakt? Gut, spiele ich also das Spiel mit und frage ihn, was er denn so mag. Tja, hohe Schuhe, am liebsten mit Riemchen. Ab jetzt war mir klar, der Kerl ist doch nicht ganz normal. Also locke ich langsam und allmählich aus ihm raus, dass er nicht nur den einen Fetisch, sondern eine ganze Palette davon hat.

Spätestens, als dann Sprüche über seine sexuellen Vorlieben kamen, war klar, der Kerl ist nicht nur Fetischist, sondern auch noch BDSMer. Nur weiß er noch nicht auf welche Seite ergehört. Ich werde ihn mir mal aus der Nähe ansehen und schauen, ob ihm (noch) zu helfen ist.

Aber mal so an die Kerls, müsst ihr uns Frauen gleich beim ersten Kontakt erzählen, was ihr sexuell so gerne macht, oder machen würdet? Wenn wir es wissen wollen, dann werden wir Euch schon danach fragen

Bestrafung?

Immer wieder lese ich in diversen BDSM-Foren von Bestrafung. Und dann kommen bei mir ganz viele Fragen und etwas Unverständnis auf.

Warum sollte ich mir die Mühe machen jemanden zu bestrafen, dem diese Bestrafung mit aller höchster Wahrscheinlichkeit auch noch gefällt. Also noch mal von vorne: sub ärgert Top und der bestraft sub dann? Oder doch lieber, sub ist lieb und Top bespielt sub dann? Ne, geht ja nicht, den dann wäre Top ja Wunscherfüller. Und Wunscherfüller zu sein, wäre ja unter der Würde des Tops. Nächste Variante: sub provoziert Top und der geht darauf ein. Alles nicht so einfach.

Aber was hat das denn jetzt mit Bestrafung zu tun? Bestrafen tu ich doch nur jemanden, der etwas gemacht hat, was mir nicht gefällt, in den Kram passt oder sonst irgendwie bestrafungswürdig ist. Dann sieht die Strafe aber doch so aus, dass es dem anderen nicht gefällt. Bei Kindern ist das Hausarrest, oder Fernseh-/Computerverbot. Wenn ich sub also wirklich bestrafen will, dann sollte es etwas sein, was ihm nicht gefällt. Meist liegt die Bestrafung dann darin, dass ich sub gar nicht bespiele und dazu noch ignoriere.

Warum kann man(n) denn nicht sagen, dass sub verwöhnt wird oder man ihm gutes tut? In dem Moment, wo ich Dinge mit sub tue, die er sich wünscht, oder mag, da bestrafe ich ihn doch nicht.

Hat es vielleicht was mit den männlichen Tops zu tun? Denn genau dort treffe ich immer wieder diese Sätze an: Ich habe meine sub bestraft. Oder auch die Bestrafung der sub xy. Brauchen die männlichen Tops so etwas? Ist es bei Femdoms anders? Ich glaube, dass dieses Bestrafen eine Sache der männlichen Tops ist